In diesem Jahr – seiner ersten Saison bei Red Bull–Bora–Hansgrohe – sicherte sich Evenepoel den zweiten Platz bei der Tour de France und verbesserte sich damit gegenüber dem dritten Platz, den er zuvor im Trikot von Soudal Quick-Step erreicht hatte. Im vergangenen Monat stand er als Zweitplatzierter auf dem Podium.
Evenepoel fühlt sich im Red Bull–Bora–Hansgrohe fahrradtrikot wohl und liefert dem Team gerne starke Ergebnisse. Er hat in diesem Jahr das Bild gewandelt, das die Fans von ihm hatten, und bewiesen, dass er kein Fahrer mehr ist, der sich von seinen Emotionen leiten lässt. Er zeigte herausragende Leistungen auf mehreren Bergetappen und holte Siege dort, wo er im Vorteil war. Genau diese Version von Evenepoel hatte sich Red Bull–Bora–Hansgrohe gewünscht; die Schwierigkeiten der Vergangenheit hat er endgültig hinter sich gelassen. Die Tour de France des Vorjahres hatte Evenepoel noch als Enttäuschung erlebt, da er das Rennen aufgrund körperlicher Probleme vorzeitig aufgeben musste. Bald darauf kursierten Wechselgerüchte, und schließlich verließ er seine Komfortzone, um den Schritt zu wagen. In diesem Jahr setzte Red Bull–Bora–Hansgrohe bei der Tour auf eine Doppelspitze, sodass das Team sein Vertrauen nicht allein auf Evenepoel stützte.
Als Florian Lipowitz in der dritten Woche stürzte und das Rennen vorzeitig beenden musste, ruhten die Hoffnungen des Teams allein auf Evenepoel; sein Radsportbekleidung war dabei deutlich schweißgebadet zu sehen. Entscheidend war, dass er an den Anstiegen überzeugte und keinen nennenswerten Zeitverlust gegenüber seinen Konkurrenten hinnehmen musste. Red Bull–Bora–Hansgrohe bot ihm diese Chance, und Evenepoel rechtfertigte dieses Vertrauen, indem er durch starke Ergebnisse zu neuer Sicherheit fand.
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